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Stillleben

Es läuft schief. Nein, es läuft gar nicht, es steht still bei mir. Es ist schon einige Zeit her, dass ich so antriebslos war, aber ich erkenne den Grund vor lauter Fragen nicht. Meine Gleichgültigkeit erschreckt mich, meine Perspektivlosigkeit ist schrecklich. Ich lebe nicht hier und jetzt, ich lebe nur gestern und morgen und meine Existenz ist scheinbar nur ein Medium, um nach vorn und hinten zu schauen, aber bloß nicht mich zu bewegen. Was macht man, wenn man seine Leidenschaften hinterfragt, seine Pläne über Bord wirft und die Ideen wie Busgäste im Kopf ein- und aussteigen, so kurz, dass man es nicht schafft, sie zu behalten? Vielleicht aufgeben. Oder so einen Mist wie hier schreiben...

Ich falle in ein schwarzes Loch. Nur das Loch, das bin ich selber. Aber wie soll ich mich schon vor mir selber retten? Auf der Strecke bleibe ich sowieso. Aber genau da stehe ich ja schon.

25.9.11 02:04


Les Adieux

Seit dem Schulende gab's für mich in erster Linie Abschiede...gut, nicht, dass es sonderlich viele gewesen wären, die Zahl der Menschen, die mir etwas bedeutet, hält sich doch arg in Grenzen und den Großteil kenne ich sowieso aus dem Internet, ob's nun gut oder schlecht ist..

Und vielleicht ist es gerade dann so wundervoll, jemanden wiederzusehen, der ein langes Jahr in den Staaten war. Es ist toll, nach zwei Stunden Schlaf morgens um 7:30 am Flughafen zu stehen, und zu warten, und zu warten...und dann, wenn die Schiebetür aufgeht, ein glückliches, bekanntes Gesicht zu sehen und gar nicht mehr aufhören möchte, die Person zu drücken. Hach, ja, ein kleiner Lichtblick. Nur an dem veganen Kuchen muss ich noch arbeiten. Der war...naja. Aber er hat gefallen. :]

Heute hol ich all den Schlaf nach, den ich die letzten Tage versäumt habe. Ich versteh nicht, wieso ich überhaupt mich noch auf den Beinen halten kann. Leben tu ich eh nicht, aber scheint, als hätte ich auch aufgehört zu funktionieren. Buh.


26.7.11 23:16


Immobilität

Streifend durch die Walde,
ganz
ganz
langsam

ging es voran.

Er blickte hinunter,
und sah sie soweit
das Auge reicht.

Glücklich.

Der Anblick,
er wollte davon
fliegen.

Aber die Angst.
Was für ein Pech.

22.7.11 23:46


Symbiose

 

Dear little lad
Here's the story of my life
I lived on the moon
Grey flying snakes along
Mountains of destiny while
The three tailed moneys
Were drawing the stars
Light from the Sun and I
Hide myself on the dark side, alone
I've run so far
To find my way
Then I dream again alone

Dear little boy, listen
To voices of your soul
It showed you the way of
Silence and peace
Follow your thought and fly
Choosing all the things that you desire
Giant waves, fireflies
Your dream will be your only shell
Your secrets, your hiding place, my son
Don't let them try
To crush your brain
Let you go far
my son

 

 

Einfach nur wunderschön. Gesang. Musik. Text. Bild. Einzeln für sich und in Einheit miteinander wirkend, sich ergänzend wie aus dem Bilderbuch. Es ist ein Bilderbuch.
22.7.11 01:05


Schubladenverriegelung

Was soll eigentlich diese, vorwiegend bei meinen männlichen Geschlechtsgenossen vorhandene, Aversion gegen Frauenfußball? Sicher, er ist nicht, er kann gar nicht qualitativ so hochwertig sein wie Männerfußball, aber das hat rein physische Gründe, das ist beim Tennis und bei der Leichtathlethik nicht anders. Und das muss er auch gar nicht.

Mag ja sein, dass ein imaginäres Spiel der Geschlechter 10:0  ausgehen würde, es wäre jedenfalls ein total langweiliges Spiel. Vorgestern das Finale, das war hochspannend bis zum letzten Schuss, es war erstklassiger Sport und es hat unheimlich Spaß gemacht dort zuzuschauen. Die Sportlerinnen haben alles gegeben, was sie können, waren durchschnittlich überdeutlich fairer und haben viele wunderbare Tore geschossen. Was will man mehr? Nur weil andere es genetisch bedingt noch besser können, schaut man auf sie herab? Was ist das denn für 'ne Mentalität? Ich ziehe jedenfalls meinen Hut vor ihnen, bin froh, dass Deutschland draußen und Japan Weltmeister ist. Man muss ja nicht beiden Heimatnationen anhängig sein. Thehe.

Und jeder, der meint, er müsste den Fraußenfußball auf irgendeine Weise belächeln, sollte sich vielleicht erst einmal an die eigene Nase fassen und bei zukünftigen Konzerten, Turnieren, Spielen, etc. bloß keine Eltern und Freunde einladen, schließlich ist man ja kein Profi, andere können's ja viel besser, ist doch lächerlich so einem Amateur zuzuschauen.

 

Ich hab jetzt knappe vier Wochen kein Klavier mehr gespielt. Es wird Zeit wieder anzufangen, Leidenschaft, ich komme. ♥

19.7.11 05:45


Kreisverkehr

Es ist dieser Stillstand, diese Leere, die mich so zu schaffen macht, verzweifeln lässt. Ich weiß nicht, woher ich kam, wohin ich gehen soll, wohin ich überhaupt gehen kann. Ich bin in keinem Loch, jedenfalls nicht in einem offensichtlichen. Aber ich bin ausgeleert. Ich hab den (Orientierungs)Sinn verloren und die Gleichgültigkeit angenommen, aufgehört zu leben und angefangen zu funktionieren. Ich selber bin mein schwarzes Loch, verzehr mich von innen, bis nichts als die Hülle bleibt.

Und ich weiß nicht einmal, warum überhaupt, denn andererseits bin ich so voll, so voller Fragen und Gedanken. Vielleicht zu voll? Ich hab das Gefühl, ich hab mein Profil, meine Identität vor lauter Kopfzerbrechen verloren. Ich will leben, aber ich hab Angst davor. Angst los- und zuzulassen, einfach geschehen zu lassen. Wie die anderen, die nicht denken sondern handeln, glücklich sind und einfach leben. Es sträubt sich etwas in mir, etwas, was nicht möchte, dass ich es auch tue. Es hat Angst davor, dass ich aufhöre zu denke, aufhöre, ich zu sein. Die Melancholie ist mein Zuhause, ein Lebensgefühl, welches mich nie loslassen wird. Aber ich merke, dass ich kaputt und leer bin und neue Pfade brauch. Nur hab ich Angst vor ihnen. Ich hab Angst vor Entscheidungen, weil ich nie weiß, ob ich dorthin zurückkehren kann, wo ich war, falls ich in die falsche Richtung gelaufen bin.

Ich bin ein einziger Widerspruch, fühl mich so überfüllt und doch so leer, möchte gleichzeitig nach Nord und nach Süd, hab so viele Fragen und doch ist mir alles egal. Und so lauf ich als Angsthase vor mir selbst davon, immer im Kreis mich drehend. Es ist, als sei ich in einem riesigem Kreisverkehr, und ich kreise ewig meine Runden. Jede Ausfahrt klingt toll, nur will ich nicht hinaus, ich hab Angst mich zu entscheiden, Angst die falsche Ausfahrt zu nehmen.

27.6.11 05:29


Durchatmen

War das vielleicht 'ne stressige Woche.

Irgendwie hat der Alltag die Eigenheit immer so viel wie nur möglich in so wenig Zeit wie nur möglich hineinzuquetschen. Und der Druck, den ich mir selber noch gebe, tut sein Übriges. Aber es gibt kaum ein schöneres Gefühl, als das, welches man hat, nachdem alles vorbei ist. Wenn man lange auf ein Konzert sich vorbereitet, Bammel hat zu verhauen, weil man's immer tut, und dann fertig ist...ist man so erleichtert, dass die Waage im Minusbereich ihre Runden dreht.

Gestern war der letzte Schultag des Jahrgangs unter mir. Seltsam, schon ein Jahr seit dem Abitur vergangen. Ist das Leben wirklich so kurz oder hab ich aus Versehen auf FF gedrückt?

21.5.11 01:26


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