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Kreisverkehr

Es ist dieser Stillstand, diese Leere, die mich so zu schaffen macht, verzweifeln lässt. Ich weiß nicht, woher ich kam, wohin ich gehen soll, wohin ich überhaupt gehen kann. Ich bin in keinem Loch, jedenfalls nicht in einem offensichtlichen. Aber ich bin ausgeleert. Ich hab den (Orientierungs)Sinn verloren und die Gleichgültigkeit angenommen, aufgehört zu leben und angefangen zu funktionieren. Ich selber bin mein schwarzes Loch, verzehr mich von innen, bis nichts als die Hülle bleibt.

Und ich weiß nicht einmal, warum überhaupt, denn andererseits bin ich so voll, so voller Fragen und Gedanken. Vielleicht zu voll? Ich hab das Gefühl, ich hab mein Profil, meine Identität vor lauter Kopfzerbrechen verloren. Ich will leben, aber ich hab Angst davor. Angst los- und zuzulassen, einfach geschehen zu lassen. Wie die anderen, die nicht denken sondern handeln, glücklich sind und einfach leben. Es sträubt sich etwas in mir, etwas, was nicht möchte, dass ich es auch tue. Es hat Angst davor, dass ich aufhöre zu denke, aufhöre, ich zu sein. Die Melancholie ist mein Zuhause, ein Lebensgefühl, welches mich nie loslassen wird. Aber ich merke, dass ich kaputt und leer bin und neue Pfade brauch. Nur hab ich Angst vor ihnen. Ich hab Angst vor Entscheidungen, weil ich nie weiß, ob ich dorthin zurückkehren kann, wo ich war, falls ich in die falsche Richtung gelaufen bin.

Ich bin ein einziger Widerspruch, fühl mich so überfüllt und doch so leer, möchte gleichzeitig nach Nord und nach Süd, hab so viele Fragen und doch ist mir alles egal. Und so lauf ich als Angsthase vor mir selbst davon, immer im Kreis mich drehend. Es ist, als sei ich in einem riesigem Kreisverkehr, und ich kreise ewig meine Runden. Jede Ausfahrt klingt toll, nur will ich nicht hinaus, ich hab Angst mich zu entscheiden, Angst die falsche Ausfahrt zu nehmen.

27.6.11 05:29
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


dreaming.loud / Website (27.6.11 14:12)
ich verstehe deine angst, deine befürchtungen, deine widersprüche. im endeffekt kann ich aber nur das erzählen, was ich erlebt habe und in meinem fall war es oftmals das beste, einfach ''loszufahren'' und herauszufinden, ob die richtige ausfahrt die dritte von links ist oder nicht. ob es schlussendlich jene ist, die mich danach zu dem führt, was ich wirklich will und was ich wirklich bin. und zur not wird es immer eine möglichkeit geben umzukehren um auf die alte strecke zurück zu gelangen. allein mit dem mut und mit unserem willen, können wir großes (er)schaffen. du hast zeit der welt, aber irgendwann musst du einmal abbiegen. wann der richtige zeitpunkt ist, entscheidest allein du
genieße deinen tag und halte zwischen durch auch mal an um ein wenig durchatmen zu können ♥

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