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Selbtraub

Ich nehm mir Tag für Tag meinen eigenen Schlaf weg. Es gibt wenig Schlimmeres, als ins Bett zu gehen im vollen Bewusstsein der Tatsache, dass man den kompletten Tag müde und kaputt sein wird. Und es kommt ja auch noch dazu, dass der Tag umso länger wird, je weniger man schläft. Es ist nicht so, dass ich das wollen würde, nein, das wär ja unproblematisch. Ich stehe mir selber im Weg, von Angesicht zu Angesicht, aber es ist aussichtslos, denn es ist mein verselbstständigtes Spiegelbild, welches mich überallhin verfolgt und sich mir in den Weg stellt. Es ist wie früher, als ich als kleines Kind auf dem Hamburger Dom in dem Labyrinth aus Spiegeln und Plexiglasscheiben war. Nur, dass ich damals darauf gefasst war, während ich mir heute unvermittelt den Kopf ständig stoße. Manchmal hoffe ich, ich knalle so hart auf, dass durch ein Loch der ganze Überdruck entweicht, dass ich alles rauslassen kann außer Stift und leeres Blatt und neu beginne. Aber ich will es dann doch nicht, denn ich habe Angst mich zu verändern, Angst mich zu verraten, Angst, mich vorblickend selber nicht wiederzuerkennen. Ich stell mich lieber mir selber in den Weg und schalte den Orientierungssinn ab. Wozu den, wenn schon die Orientierung keinen Sinn ergibt.

 

24.11.11 03:38
 


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